Kunsttherapie im Mutmalraum – Ein Blick hinter die Methoden
Kunsttherapie wird oft mit dem Gedanken an „schöne Bilder malen“ verbunden. Im Mutmalraum geht es jedoch um viel mehr als Technik oder Ästhetik: Es geht um Selbstausdruck, Verarbeitung, innere Klarheit und die Stärkung persönlicher Ressourcen.
Meine Arbeit ist eingebettet in eine systemische, sozialpädagogische und traumasensible Haltung. So entsteht ein geschützter Raum, in dem kreative Prozesse, Reflexion und psychosoziale Unterstützung Hand in Hand gehen. Ziel ist es, gemeinsam Wege zu finden, die Heilung, Selbstausdruck und Wachstum ermöglichen.
Kunsttherapie ohne Leistungsdruck
Im Mutmalraum stehen nicht die Kunstwerke, sondern Ihre inneren Prozesse im Mittelpunkt. Vorkenntnisse oder „künstlerisches Talent“ sind nicht erforderlich. Stattdessen geht es um freien Ausdruck, um Gedanken und Gefühle sichtbar zu machen – auch wenn sie schwer in Worte zu fassen sind.
Für viele Menschen ist dies ein sanfter Einstieg, Hilfe in Anspruch zu nehmen, ohne sich sofort verbal öffnen zu müssen.
Wie kreatives Arbeiten wirkt
Kreatives Tun kann helfen, im Moment anzukommen und einen Zustand von „Flow“ zu erleben. Gleichzeitig kann es emotionale Entlastung bieten und die Konzentrationsfähigkeit stärken – besonders hilfreich bei Depressionen, ADHS oder traumatischen Belastungen.
Darüber hinaus bietet kreatives Arbeiten die Möglichkeit, innere Konflikte sichtbar zu machen, Entscheidungen zu klären und Selbstvertrauen zu stärken.
Methoden im Mutmalraum
Jeder Mensch ist anders – deshalb werden die Methoden individuell angepasst. Einblicke, wie wir arbeiten:
Squiggle-Methode – spielerischer Einstieg
Die Squiggle-Methode ist eine einfache, spielerische Einstiegsform.
Ungeplante Linien oder Formen werden gezeichnet, bei Kinern arbeite ich oft mit Tinte und farben verpusten, aus denen sich im weiteren Prozess Bilder entwickeln.
Sie erleichtert den Einstieg, nimmt Druck und öffnet einen sanften Zugang zu inneren Themen.
Arbeit mit Materialien
- Farben: Gefühle, Stimmungen und innere Bilder sichtbar machen
- Modelliermasse & Speckstein: Hände aktivieren, stabilisierend und erdend
- Alltagshelfer: Krafttiere, Gefühlskarten, Handschmeichler oder kleine Skillboxen stärken die Selbstregulation
Farben zur Sicherheit – kreative Innere-Anteile-Arbeit
Eine besondere Methode im Mutmalraum ist „Farben zur Sicherheit“, die ich selbst entwickelt habe.
- Die Teilnehmer wählen aus ihrem selbstgelegten Farbkreis nach einem kurzen Moment der Imagination zwei Farben, die der Anteil intuitiv zu seinen Gefühlen passt.
- Mit diesen Farben starten wir eine angeleitet Traumsensible imaginative Reise, in der die Farben als Ausdrucksmittel dienen, (es wird immer ein Stopsignal ausgemacht):
- Sie zeigen, welche Anteile mit welcher Farbe verbunden sind
- Sie ermöglichen zu erkennen, was für diesen Anteilen Positives oder Sicheres entstehen kann
- Es geht nicht darum, sofort einen neuen sicheren Ort zu erschaffen, sondern behutsam und spielerisch das Innere zu erkunden
Diese Methode verbindet Kreativität, Intuition und traumasensibles Arbeiten. Sie hilft, innere Anteile wahrzunehmen, Sicherheit zu spüren und gleichzeitig belastende Themen behutsam sichtbar zu machen.
Arbeit mit inneren Anteilen & innerem Kind
- Ego-State-Arbeit: Alle inneren Anteile dürfen Ausdruck finden. Ziel ist ein wertschätzender Dialog zwischen Anteilen und die Integration widersprüchlicher Gefühle.
- Innere-Kind-Arbeit: Kreative Bilder helfen, verletzte Anteile wahrzunehmen, ihnen Halt zu geben und Fürsorge zu ermöglichen.
- Katathymes Imaginatives Verfahren (KIP): Geführte innere Bilder unterstützen den Zugang zu unbewussten Themen und Ressourcen.
Vom inneren Chaos zur Klarheit
Bei Entscheidungsblockaden oder innerem Durcheinander wird das Chaos zunächst auf die Leinwand gebracht. Schritt für Schritt entsteht Klarheit und innere Stimmigkeit, während gleichzeitig ein sicherer, kreativer Prozess stattfindet.
Ein sicherer Ort für neue Erfahrungen
Der Mutmalraum bietet einen geschützten Raum, in dem Gefühle bearbeitet, Selbstbewusstsein gestärkt und neue Erfahrungen gesammelt werden können.Getragener Ballast wird bewusst methaphorisch aufgelegt und abgelegt. Grenzen, Tempo und Methoden werden immer individuell und traumasensibel angepasst.
Meine Erfahrung & Einordnung
Ich begleite kunsttherapeutisch, traumasensibel und ressourcenorientiert und bilde mich kontinuierlich weiter – aktuell auch in der Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie (HPP).
Mein Angebot ersetzt keine psychotherapeutische Therapie im medizinischen Sinn.
Persönliche Motivation & leistbare Begleitung
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie belastend Ängste, Einsamkeit, Verluste und innere Blockaden sein können. Deshalb biete ich den Mutmalraum auch auf einer kostengünstigeren Basis an, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu diesem Angebot zu ermöglichen.
Im Mutmalraum stehen Sie im Mittelpunkt
Mit all Ihren inneren Anteilen, Herausforderungen, Stärken und Möglichkeiten. Gemeinsam entdecken wir kreative Wege zu mehr Selbstverständnis, innerer Stabilität und persönlichem Wachstum.
Kontakt
Christine Hirt, Belchenstr. 56, 76307 Karlsbad Tel.: 0176 87 82 55 46
Erwerb von meiner Kunst/Spenden
Ich freue mich über jeden Erwerb eines Bildes, Kartenbestellungen oder Buchung der Ausstellung. Der Erlöß geht in die Finanzierung des therapeutischen Malens welche es den Teilnehmern ermöglicht, von einem kostengünstigeren Angebot zu profiteren.
Check 24 Bank – IBAN: DE 10 5002 4024 5711 6252 01
Paypal: hirt.christine@web.de